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Flüchtiges Fest
Lyrik

Rechtzeitig zum 65. Geburtstag von Georg Bydlinski erscheinen zwei Dutzend neuer, in den letzten Jahren entstandener Gedichte, verbunden mit eigens für diesen Band geschaffenen ausdrucksstarken Offsetfarblithografien von Michael Roher.

Die Grundhaltung von Bydlinskis Lyrik ist bildhaft-knapp, essentiell, oft im weitesten Sinne meditativ. Auch die herausragenden Lithografien von Michael Roher bieten eine Fülle assoziativer Anschlussmöglichkeiten an.

Der mehrfach ausgezeichnete Kleinverlag Edition Thurnhof hat mit der 1995 begonnen Reihe „Oxohyph“ (bisher über 100 Bände, ausschließlich Erstausgaben) eine bemerkenswerte Möglichkeit geschaffen, Literatur und bildende Kunst auf besondere Weise in Dialog treten zu lassen.

"Flüchtiges Fest" ist auch als Vorzugsausgabe im Holzschuber mit einer Originalgrafik des Künstlers und einem Gedicht-Autograf des Autors zum Preis von € 180,– erhältlich.

Rezensionen

Mischa-loewenzahn.blogspot.com

Georg Bydlinski vereint in diesem wunderbaren Lyrikband der Edition Thurnhof Gedichte, die mitunter ebenso skizzenhaft schwebend und „flüchtig“ erscheinen wie die Dinge, die sie versuchen festzuhalten. Ein Versuch, der durchaus glückt.
In 24 kurzen Impressionen erzählt der Autor hier von den kleinen Dingen ebenso wie den ganz großen. Momentaufnahmen des Flüchtigen, die noch lange nachklingen.

Literaturhaus Wien

Natur und Zivilisation, Musik und Literatur, Reisen und Internet, Freundschaft und Liebe, die Themen sind so vielfältig wie das Leben selbst, die Gedichte „Messpunkte innerer Kartographie“ im besten Sinne. Nichts wird festgemacht, vielmehr entsteht immer wieder aufs Neue ein Gefühl, in das man eintauchen, ein Moment, in dem man verweilen möchte. So gesehen ist das Buch eine wahre Schatztruhe, die Texte und die Bilder gleichermaßen. Sie wirken für sich allein ebenso wie gemeinsam. Hier sind zwei Künstler am Werk, die nicht nur ihr Handwerk verstehen, sondern etwas vom Leben erzählen – von seinem Zauber und seinen Schatten.

Monika Vasik – www.poesiegalerie.at

Georg Bydlinski muss man einem Bücher schätzenden Publikum nicht vorstellen. Wem als Kind vorgelesen wurde, wer als Kind selbst gern gelesen hat, wird das eine oder andere Buch des Autors kennengelernt, vielleicht geliebt haben. Und wer je eine seiner Lesungen erlebte, erinnert möglicherweise noch heute seinen Auftritt: da stand oder saß ein Mann, der keine langweilige Lesung abspulte, auch keiner, der hyperaktiv Kasperliaden aufführte, sondern einer, der wahrhaftig und ganz bei sich war, einem Zauberer gleich, mit der Gitarre in der Hand seine Gedichte und Geschichten vortrug oder vorsang und die Kinder zum Mitmachen animierte, sie mit gleichsam tanzenden Texten mitriss.
Doch Georg Bydlinski hat immer auch für Erwachsene geschrieben und das eine Publikum war ihm so wertvoll wie das andere. Wollte man den Autor beschreiben, dann kommen einer sogleich drei Adjektive in den Sinn: still, stur, sorgfältig. Da ist kein Marktschreier oder umtriebiger PR-Agent seiner selbst zugange, sondern einer, der ganz bei sich an seinem Werk schreibt. Voraussetzung dafür ist eine eigensinnige Konsequenz, die sich nicht nach Moden und Verkaufbarkeit ausrichtet, sondern stets authentisch und ganz bei sich bleibt. Und da ist die Sorgfalt im Umgang mit Sprache, die sein Werk, vor allem seine Gedichte auszeichnet.

Helmuth Schönauer, BIP

Am Fest zeigt sich die Seele des Gastgebers, denn die Gäste sollen untereinander reden und dabei das Flüchtige des Lebens kurz anhalten. Im idealen Fest tritt der Initiator diskret zurück und überlässt anderen das Lobhudeln und Zelebrieren großer Worte.
Georg Bydlinski hat zum 65sten Geburtstag zu einem „flüchtigen Fest“ eingeladen. Er hat seine besten Freunde, wie er seine Gedichte nennt, in ein sorgfältig komponiertes Buch gelockt. Daraus ist ein haptischer Genuss geworden, der bei jedem Umblättern eine neue Facette zutage treten lässt.

Leseprobe

Jazznacht

Freiluftkonzert
in der Dämmerung Triests

Zwischen den klassizistischen
Bauten an der Piazza Verdi

umspielen Klavierrhythmen und Bassläufe
das Solo des Saxophonisten

bauen ein eigenes Haus
aus Klang

das Dach gewebt aus
Abendblau und Möwenflug

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